18. September 2022
Die Erfahrungen und Eindrücke des Lebens haben in unserem weltlichen Dasein oft seelische und körperliche Narben hinterlassen. Sie haben unser Original überdeckt und uns oft genug leiden lassen. Aber gleichzeitig sind es die Narben und Brüche, die uns zu einem kostbaren Individuum machen. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Unteilbares“. Es scheint fast, als ob die Linien unserer Narben und Brüche uns den Weg zu unserem Individuum - dem Original, dem Unteilbaren - weisen würden.
11. September 2022
Im Laufe des Lebens verlieren wir die Erinnerung an unseren Ursprung - unser Original. Meist beginnen wir schon früh, uns von den Begebenheiten, die wir vorfinden, vereinnahmen zu lassen und uns daran anzupassen. Wir tun das, um mit dem, was wir vorfinden, klarzukommen, um dazu zu gehören, wertgeschätzt und geliebt zu werden. Aber in stillen Momenten, wenn wir der Stimme unseres Herzens lauschen, können wir unser Original wiederfinden - unverfälscht und echt. Denn es geht nie verloren.
04. September 2022
Das folgende Zitat wird Albert Einstein zugesprochen. Aber selbst wenn er es so nicht gesagt haben sollte, der Zusammenhang zur Quantenphysik ist einleuchtend: "Materie ist Energie. Energie ist Licht. Wir alle sind Lichtwesen". Ich glaube, unser Zögern, das eigene Licht erstrahlen zu lassen, liegt in erster Linie an der Furcht vor unserer eigenen Macht und Größe. Sie ist es, die uns zurückhält. Darum erinnere ich hier nochmals in Auszügen an den Text von Marianne Williamson aus Brief 69.
28. August 2022
Ich glaube, um zum Licht des Lebens zu werden, braucht es nicht mehr - aber auch nicht weniger - als allen und allem mit bedingungsloser positiver Wertschätzung und Liebe zu begegnen. Und dort, wo Du das gerade nicht tun kannst, auf das Verurteilen zu verzichten. Dann wirst Du zur Schöpferkraft, die Tag für Tag und Stunde für Stunde die Welt gestaltet. Erhelle sie, lass sie leuchten. Mache Dich auf und werde Licht.
21. August 2022
Wir alle könnten wohl etwas mehr Mut zur Freiheit gebrauchen. Aber zu welcher Freiheit? Ich unterscheide die Freiheit VON etwas und die Freiheit ZU etwas. Letztere wird auch als die echte Freiheit bezeichnet. Es ist die Freiheit der Einstellung zu den Dingen, Beziehungen, Mustern oder Zwängen, die ich gerade nicht ablegen kann. Und es ist die Freiheit der Einstellung zu dem, was tagtäglich durch die Umwelt und die Medien auf uns einprasselt. Das ist die Freiheit, die ich Dir wünsche.
14. August 2022
Mut, Freiheit, Licht! Mit diesen drei Qualitäten, die er als Ausdruck der göttlichen Schöpferkraft in uns betrachtet, endet Hafis’ wahrhaft er-mut-igendes Plädoyer für Freiheit und Freude. Beim Mut, den er an erste Stelle setzt, geht es wohl weniger um den Mut des Tollkühnen, sondern um den Mut, für Deine eigenen Werte einzustehen, Deiner Berufung zu folgen. Damit Dir das gelingen möge, bekommst Du heute „nur Mut!“ Und den gleich von mehreren Zeitgenossen von der Renaissance bis zur Gegenwart.
07. August 2022
Wer könnte den Schluss des letzten Briefes eindringlicher beschreiben als der persische Dichter Hafis es im 14. Jahrhundert getan hat? "Wir sind nicht hierhergekommen, um einander gefangen zu nehmen, sondern, um uns noch tiefer der Freiheit und der Freude zu ergeben. Wir sind nicht in diese wunderbare Welt gekommen, um uns fern der Liebe als Geiseln zu halten. Lauf, mein Liebstes, lauf allen davon, die spitze Messer in deine zarten Träume, in dein edles, heiliges Herz stoßen wollen…"
31. Juli 2022
Durch Deine Zuwendung kann zum Vorschein kommen, was durch Unfreiheit und Entfremdung verdeckt war. Du sorgst dafür, dass ein Mensch zu sich selbst findet und an sich glauben kann. Vielleicht wieder, vielleicht das erste Mal im Leben. Durch Dich tritt im anderen die Schöpferkraft zutage, die auch in Dir ist. Sie fordert Dich auf, hinaus ins Leben zu gehen und zu wirken, das Sommermärchen Wirklichkeit werden zu lassen. Mitten in unruhigen Zeiten. Denn Gott hat keine anderen Hände als die Deinen.
24. Juli 2022
Er hat uns alle eingeladen! Ohne Ausnahme, ohne einen Unterschied zu machen. GROSSER Gott! Zeit um Danke zu sagen für das unverdiente Geschenk, leben zu dürfen. Aber wohin adressieren wir unser Dankeschön? Wo finden wir Gott? Zum einen wohl in all dem, was Lothar Zenetti auf die Rechnung setzen wollte. Noch greifbarer wird Gott aber da, wo Du Dich bedingungslos angenommen fühlen darfst. In einem Gegenüber, dem Du vertrauen kannst und das Dich meint, wenn es sagt: Du bist gut, so wie Du bist!
17. Juli 2022
Lothar Zenettis Text hat viele berührt und zum Nachdenken angeregt. Wir sind alle zum Kosten und Genießen des Lebens eingeladen! Aber das gilt doch nicht etwa auch für Putin, der uns den Gashahn zudreht? Für all die Aggressoren aus dem nahen und fernen Osten, die Afghanen, Iraner oder Syrer? Die Fundamentalisten, Egoisten und Militaristen? Die diebischen Elstern, die uns die Küken rauben? Was ist denn das für ein Gott? Er hat sie alle eingeladen! Ausnahmslos! Unterschiedslos! GROSSER Gott...

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