Gestern bin ich am Ziel des Bündner Jakobswegs, angekommen, auf dem Oberalppass, 2.044m über Meer. In 19 Etappen ging es 265km quer durch meinen Heimatkanton Graubünden, 11.100m die Berge hoch und 10.300m wieder runter.
Dass dieser Weg für mich von Anfang bis Ende unter einem solch guten Stern stand, kann ich nur - wie bereits vor einer Woche - als Wunder bezeichnen.
Letzten Sonntag ging es um Achtsamkeit und Lebendigkeit als Voraussetzung für das Erkennen der Wunder.
Damit Wunder geschehen können, braucht es aber auch Liebe und Vertrauen als innere Einstellung.
Hierzu kann ich nur an den Kurs in Wundern und die Philosophie von Wu Wei erinnern.
Hermann Hesse, ein Landsmann von mir, schrieb:
In sich innen trug man alles, worauf es ankam, von außen konnte niemand einem helfen.
Mit sich selbst nicht im Krieg liegen, mit sich selbst in Liebe und Vertrauen leben - dann konnte man alles.
Dann konnte man nicht nur Seiltanzen, dann konnte man Fliegen.
Hier noch ein paar Eindrücke der Wegstrecke von meiner Heimatstadt Chur zum Oberalppass, verbunden mit einem von Herzen kommenden Dankeschön an alle, die mich mit guten Gedanken begleitet haben und die zahlreichen Wegbegleiter, die sich über meine täglichen Bilder in WhatsApp gefreut haben.
