Brief 338 - Mit einem Traum fängt alles an

I have a dream… Das soll heute nicht nur der Titel einer berühmt gewordenen Rede des amerikanischen Baptistenpastors und Bürgerrechtlers Martin Luther King sowie eines Liedes der schwedischen Popgruppe ABBA sein. Sondern die Einladung, selbst zu träumen. Denn mit einem Traum fängt alles an.

 

Einen solchen Traum, der plötzlich in mein Leben platzte, möchte ich die kommenden drei Wochen Wirklichkeit werden lassen.

Und so sage ich - in Anlehnung an Hape Kerkelings berühmten Reisebericht vom spanischen Jakobsweg „Ich bin dann mal weg“

265km, 11.100m Aufstieg bis auf 2.600m über Meer sowie 10.300m Abstieg sollen es werden. Die Route folgt dem Bündner Jakobsweg und führt einmal quer durch meinen Schweizer Heimatkanton.

 

Natürlich möchte ich Dich ab der kommenden Woche mit ein paar Eindrücken in meine Traumwelt entführen.

Für heute bleibe ich bei der Einladung, selbst zu träumen. Mit einem Text von Susanne Niemeyer:

 

Am Anfang träumte Gott vom Licht

und es wurde hell

und das Licht träumte vom Dunkel

und es wurde Nacht

und die Nacht träumte

und es wurden Käuzchen und Eulen

und die Eulen träumten

und es wurden Mäuse

und die Mäuse träumten

und es wurden Scheunen voll Korn

und das Korn träumte

und es wurde Brot

und das Brot träumte

und es wurde ein Geschmack auf der Zunge

den nannten wir Sehnsucht

und die Sehnsucht träumt

was noch möglich ist.

 

Mit einem Traum fängt alles an.

Ralph Markus Mächler

Pilgerbegleiter

Max-Brauer-Allee 26, 22765 Hamburg