Der November wird gerade hierzulande oft mit Dunkelheit und Tod in Verbindung gebracht. Das ist ob der immer länger werdenden Nächte, dem Gedenken an die Pogrome während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und Feiertagen wie dem heutigen Totensonntag wenig überraschend.
Wie gut, dass Du eine Kerze anzünden kannst! Denn, wie Franz von Assisi erkannte:
Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen.
Machen wir uns also auf und werden Licht.
Ein leuchtendes Beispiel hierfür wäre in diesen Novembertagen (am 14.) 105 Jahre alt geworden: Die in Bremen geborene Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek.
Schon früh entwickelte sie ein Bewusstsein für das von den Nationalsozialisten verursachte Unrecht und Leid. Sie schloss sich einer Gruppe an, die Schriften und Flugblätter druckte und verteilte. Am 20. September 1942 wurde sie von der Gestapo in Berlin verhaftet.
Von den Nazis zum Tode verurteilt schreibt die 22-Jährige Cato aus dem Gefängnis an ihre Mutter:
Ich stehe jetzt zwischen Leben und Tod. Die Vorstellung des Todes hat für mich absolut nichts Grausiges, denn ich bin überzeugt davon, dass es einen Tod im üblichen Sinne gar nicht gibt. Das was in mir ist, kann und wird nicht sterben.
Aber meine Liebe zu den Menschen ist noch viel grösser geworden. Ich hätte in der Nacht nach dem Urteil Bände über die Liebe schreiben mögen, ich war so übervoll davon.
Nach der Ablehnung ihres Gnadengesuchs durch Adolf Hitler wird Cato Bontjes von Beek am Abend des 5. August 1943 zusammen mit 15 weiteren Verurteilten im Strafgefängnis Berlin Plötzensee hingerichtet.
Mit unserem Licht können wir dafür sorgen, dass auch heute keine Dunkelheit das Licht der bedingungslosen Liebe auslöschen kann.
